Möllner SV - Schach


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Frauen LEM 2014 HH / SH
Oder
Die F-LEM 2014 der kleinen Vergesslichkeit


In diesem Jahr mal ein etwas anderer Bericht über die Frauen-LEM HH/SH.
Auch 2014 durfte die Schachsparte der Möllner SV die gemeinsame Landes-meisterschaft der Frauen der Verbände Hamburg und Schleswig-Holstein austragen. Wir bekamen dieses Mal recht früh den Termin, sodass wir die benötigten Räume für diese Veranstaltung reservieren konnten. Bei einem Verein mit rund 3.200 Mitgliedern nicht immer ganz einfach. Punkt eins erledigt. Folgt als nächstes die Bestellung der Pokale. Hier kam es dann zu einer kleinen Verzögerung, standen in Hamburg doch die Wahlen zur/zum Frauenreferentin/en an. Also erst einmal abwarten und das o.K. einholen. Zweiter Punkt erledigt. Als nächsten musste die "Überraschung" für die Spielerinnen besorgt werden. Gleichzeitig wurde angefragt, ob der Bezirk Ost wieder einen Präsentkorb für die Beste Bezirksligaspielerin spendiert. Auch erledigt. Weiter.. Brötchen und Präsentkorb vorbestellen. Wer macht dieses Jahr den Schiedsrichter? Wolfgang Krüger hat sich zu Verfügung gestellt. Vielen Dank. Martin Reinke wäre auch dabei gewesen, hat aber die Möllner Fahne beim SV Bad Oldesloe beim Maiblitz vertreten. Bei einem sehr starken Blitzturnier konnte er dort ins A-Finale einziehen und hat dort Platz 7 belegt. Schade mit der Terminüberschneidung. Wir wären gerne dabei gewesen. Dann eben im nächsten Jahr. Die Tische und Stühle wurden durch die Geschäftsstelle in die Räume gestellt. Auch hier ein Dankeschön. Freitag! Erster Spieltag. Um 16.00 Uhr hole ich Wolfgang ab. Schnell noch zum Marktkauf. Getränke, Aufschnitt und Brötchen in den Einkaufswagen. Alles bezahlen und ab zum Spiellokal. Wolfgang und ich schleppen erst einmal das ganze Spielmaterial von unten durchs Treppenhaus nach oben. Er stellt die Tische und Stühle richtig zurecht. Ich dekoriere und baue die Hardware auf. Schnell noch die Figuren aufbauen, Kaffee aufsetzen. Dann die Frage: "Wo ist der Präsentkorb?" Upps, den haben wir in der Hektik glatt im Supermarkt stehen gelassen. Also zurück. Schnell zur Info. Oh Schreck eine andere Mitarbeiterin. Aber zum Glück noch den Einkaufsbeleg mit. Nach kurzer Überprüfung dann mit Korb zurück zum Lokal. Es ist auch schon kurz vor 18.00 Uhr. Britta war inzwischen auch da. Ist aber noch einmal kurz weg. Dann die nächste Hürde. Wie stellt man die angegebene Bedenkzeit ein. Nach einigen hin und her probieren scheint der richtige Modus gefunden zu sein. Kurz gezeigt und schon hat der Schiri etwas zu tun. Für mich hieß es nun: Schnell in die Küche und die Brötchen schmieren. Noch eine zweite Kanne Kaffee aufsetzen. Gläser und Tassen in den Spielsaal bringen. Dann werde ich auch schon von den ersten Teilnehmerinnen in der Küche erwischt (nicht meiner Frau erzählen ;-)). Also erst mal aufhören. Im Spielsaal haben hat sich dann auch schon der Rest eingefunden. Wer fehlte, war Britta. Nach einer kleinen Begrüßungrede durch Mike Schlüter (Möllner SV), Britta Leib (Frauenbeauftragte für SH) und Jade Schmidt (Frauenreferentin HH) ging es dann kurz nach 19.00 Uhr los. Die erste Runde brachte keine Überraschungen. Jade hatte, wie bereits im Vorjahr, wieder Schwarz und tat sich mit ihrer Gegnerin etwas schwer. Am Ende gab es einen sicheren Sieg.
Samstag morgen wieder früh hoch. Wolfgang abholen, dann noch schnell etwas Kaffeesahne besorgen (man wird alt und vergeßlich). Inga hatte für die zweite Runde noch bei Wolfgang abgesagt, wollte aber versuchen zur dritten wieder dabei zu sein. Schnell die Räume wieder herrichten und schon kann die zweite Runde starten. Vor dem Start wurde ich noch drum gebeten eine Medizin zu besorgen. Leider war der Versuch erfolglos, da ein Rezept erforderlich war. Hieß für den Schiedsrichter, kurz nach Ratzeburg zum Bereitschaftsarzt zu fahren. Alles kein Problem. Dafür sind wir da. Viel mitbekommen habe ich dann von der Runde nicht. Die "Bessere Hälfte" wollte noch zum Hansetag nach Lübeck. Da kann man nicht nein sagen. Und ich muss sagen, dass war ein richtig tolles Erlebnis. Lübeck wie zu Zeiten der Hanse. Gewandete Aussteller, Musik überall, Strassenzüge geflaggt, super Wetter und ein Stimmenwirrwarr.. Super. Überall interessierte Gespräche in zig verschiedenen Sprachen. Mir selbst gefielen die Stände der Baltikstaaten am besten. 2015 werden die 35. Internationalen Hansetage von Viljanda (Estland) ausgerichtet. Vielleicht mal eine Reise wert. Aber zurück zum Turnier. Im Vereinsvergleich zwischen Jade Schmidt und Teodora Rogozenco konnte Jade ihren zweiten Punkt einfahren. Victoria Naipal hatte gegen Britta Leib irgendwann eine Figur weniger. Dafür hatte sie aber eine gefährliche Bauerwalze bekommen. Am Ende kam es zum Damenendspiel und zum remis. Anke Freter hatte kampflos gegen Inga Marx gewonnen. Helene Weinmann (vielen Dank für die Honigversorgung) trennte sich von Birgit Wulf ebenfalls remis. Dagmar Knobel konnte in einer wahren Abtauschpartie gegen Marianne Graffenberger gewinnen. Amina Leib (als jüngste Teilnehmerin) konnte sich sehr überzeugend gegen Elfriede Wiebke durchsetzen. Als ich wieder eintraf lief bereits die dritte Runde. Zwischen Anke und Jade kam es zum remis. Britta hatte kampflos gewonnen. Inga hat sich wohl doch etwas mehr Erkältet als angenommen. Teodora konnte gegen Victoria eine sehr schöne Partie gewinnen. Sie erhielt am Ende durch Wolfgang eine Flasche Wein (wurde natürlich auch zu Hause vergessen und am Sonntagmittag noch geholt) für die beste Partie. Amina hat gegen Dagmar wieder eine schöne Partie gespielt. Da hier aber noch etwas an Erfahrung für den Typ von Stellung fehlt, kam es hier, in leicht besserer Stellung für Amina, zum remis. Helene konnte gegen Marianne erst zwei Bauern und dann die Partie gewinnen. Elfriede hat gegen Birgit einen kleinen Fehler gemacht und sah sich urplötzlich einen sehr starken Angriff ausgesetzt, den Birgit in einen vollen Punkt verwandelte. Am Abend ging es dann gemeinsam ins Restaurant zum Essen. Und wieder das Thema Vergesslichkeit. Bei einer Scholle wurde der Fisch nicht richtig gereinigt. Zurück und Ersatz auf den Tisch. Trotzdem war es noch ein schöner Abend. Vierte Runde. Wieder glänzte der Spartenleiter mit Abwesenheit. Dieses mal fuhr er mit der 2. Möllner Schachjugend nach Ratzeburg zum letzten Mannschaftskampf. Wir hatten schon vermutet, dass unser Gegner evt. nur mit drei Spielern antreten würde, leider waren sie nur zu zweit. Kein Grund zur Sorge sollte man meinen. Man führt ja schon 2:0. Also noch einmal unsere Jungs ermahnt. Und siehe da. Es wurden zwei saubere Siege herausgespielt. 4:0 im Hinspiel. In der Rückrunde dann fast das befürchtete desaster. Luka hat seinen Gegner wieder total überspielt. Dann folgte ein grober Patzer und die Partie war verloren. Alexander stand auch richtig gut und spielte dann zu sorglos weiter. Zum Glück hat auch sein Gegner nicht immer die Besten Züge gefunden, so das Alexander am Ende doch noch gewann und das Rückspiel mit 3:1 gewonnen wurde. Am Saisonende kam ein versöhnlicher 5. Platz heraus. Das geht in der nächsten Saisonsicherlich besser. In Mölln wieder angekommen, war die vierte Runde schon beendet und die letzte Runde stand an. Vikorias Dame hat sich etwas auf dem Königsflügel von Jade verlaufen. Sie stand an Ende zu sehr Abseits, sodass Jade gewann und damit ihren Hamburger Landestitel erfolgreich verteidigte. Bei Britta gegen Anke ging es um den Titel. Wollte Britta noch etwas erreichen, mußte sie gewinnen. Im 34. Zug lies Britta den Gewinnzug aus. Danach quälte sie sich (und die Zuschaer) noch gute 2 Stunden, bis sie am Ende ein Endspiel mit ungleichen Läufern gewann. Leider war die ganze Mühe umsonst. Anke blieb mit einem halben Buchholzpunkt vor ihr. Amina hat gegen Birgit eine Gabel übersehen und verlor ihre letzte Partie. Teodora konnte gegen Dagmar im Endspiel eine starke Druckstellung aufbauen, die nicht mehr zu halten war. Helene hatte noch eine schöne Angriffspartie gegen Elfriede. Nach 25 Zügen konnte der Punkt eingetragen werden.
Nach der Siegerehrung kam es fast noch zum Vertausch der Siegerinnen-Pokale. Beim Aufräumen fand sich dann noch (die letzte Vergeßlichkeit) eine Digitalkamera an. Inzwischen ist der Besitzer ermittelt und die Kamera wird vorbeigebracht.
Bleibt am Ende für uns festzuhalten:
Es hat wieder richtig Spass gemacht.



Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei allen Teilnehmerinnen für das sehr schöne und angenehme Turnier.
Desweiteren bei den Helfern im Hintergrund und bei den Frauenbeauftragten der Schachverbände Hamburg und Schleswig-Holstein für die Beauftragung der Ausrichtung der Meisterschaft.
Wünschen wir uns für die Zukunft eine etwas höhere Beteiligung.
Wir stehen gerne wieder zu Verfügung.
(M.Schlüter)



Ein Bericht unserer Frauenbeauftragten Britta Leib



Offene LEM der Frauen vom 23.-25.05.2014 in Mölln
Schon zum vierten Mal war die Schachsparte der Möllner Sportvereinigung von 1862 e.V. bereit, die diesjährige Frauen-LEM auszurichten, einmal mehr als offene Meisterschaft und wieder zusammen mit den Hamburger Schachfreundinnen.
In diesem Jahr fanden sich nur 12 Teilnehmerinnen ein; jeweils 5 aus Hamburg und Schleswig-Holstein und je eine aus dem Saarland (unsere treue Helene) und Birgit aus Mecklenburg-Vorpommern, die dieses Turnier schon vor 3 und 4 Jahren mitgespielt hat. Es fehlten dieses Mal die Spielerinnen aus Sachsen. Diese wollten nach unserem Vorbild auch eine offene Frauenmeisterschaft ausrichten, nachdem es bei ihnen einige Jahre gar keine Frauen-LEM gab. Das wurde jedoch vom Vorstand des Schachverbandes Sachsen abgelehnt. In diesem Jahr nahmen in Sachsen 29 (!) Spielerinnen an der Frauen-LEM teil; Zahlen, von denen wir noch träumen... Es waren nur 2 Jugendliche anwesend; dem Beispiel von Teodora und Amina folgten leider keine weiteren Jugendlichen. Und auch drei Seniorinnen waren dabei, so dass der Altersunterschied zwischen jüngster und ältester Spielerin bei 77 Jahren lag.
In der ersten Runde gab es keinerlei Überraschungen.
Ab Runde 2 fiel Inga leider krankheitsbedingt aus. Sehr schade, nachdem sie sich sehr auf dieses Turnier nach einer längeren Spielpause gefreut hatte. Im Hamburger Spitzenduell musste sich Teodora ihrer Vereinskollegin Jade geschlagen geben. In der Partie Victoria vs. Britta ließen beide nacheinander den Gewinn aus, um sich dann in einem Damenendspiel friedlich remis zu trennen. Dagmar gewinnt gegen Marianne; Birgit und Helene trennen sich remis. Amina holt im Duell der Generationen ihren ersten Punkt gegen Elfriede.
In Runde 3 überspielt Teodora Victoria bereits in der Eröffnung. Am Spitzenbrett trennen sich Anke und Jade remis. Die Partie Dagmar vs. Amina endete ebenso remis, mit etwas mehr Erfahrung wäre da sogar noch mehr für Amina drin gewesen, aber sie war sehr zufrieden. Helene gewinnt einen Bauern, den sie zum Sieg gegen Marianne verwertet. Elfriede stellt einen Bauern ein und wird anschließend mit einer Fesselung ausgeknockt.
Traditionell geht es am Samstagabend zum gemeinsamen Essen in die Pizzeria Pinocchio. Die Tafel war dieses Mal recht lang, so dass man gar nicht dazu kam, mit allen Anwesenden Gespräche zu führen.
In Runde 4 siegt Anke wiederum recht schnell gegen Teodora und am Spitzenbrett geht Jade mit positionellem Vorteil aus der Eröffnung, den sie alsbald zum Sieg gegen Britta verwandelt. Victoria zeigt einen schönen Königsangriff gegen Helene, Birgit und Dagmar trennten sich remis, wobei der Mehrbauer von Birgit sicherlich noch etwas einbringen sollte. Amina gewinnt in einem Damenendspiel, das sie mit jugendlicher Unbekümmertheit spielte, wobei Marianne etliche Remischancen ausließ.
In der Schlussrunde bezwang Jade auch Victoria und verteidigte damit ihren Titel der Hamburger Einzelmeisterin. Ich lag einen Punkt hinter Anke zurück und wir mussten gegeneinander spielen. Sollte das Unterfangen „Titelverteidigung“ gelingen, musste also dringend ein Sieg her. Diesen erkämpfte ich mir hart (ungleichfarbiges Läuferendspiel) und musste mir dann noch hämisch anhören, dass meine Taktik verbessert werden muss .. Dann wäre die Partie nämlich schon ca. 1,5 Stunden eher beendet gewesen. Aber der Sieg reichte dann doch nicht, es fehlte ein halbes Buchholzpünktchen. Damit ist Anke die neue Frauenmeisterin von Schleswig-Holstein. Birgit zeigt Amina schon nach 9 Zügen, dass man auf seine Figuren aufpassen muss. Teodora gewinnt einen Bauern und baut ihre Stellung Stück für Stück in Richtung Sieg auf. Helene gewinnt einen flotten Angriff gegen Elfriede.
Den Sonderpreis für die beste Spielerin des Bezirks Ost (ein Präsentkorb) gewann Anke Freter und gab ihn freundlicherweise an Elfriede Wiebke weiter, da sie bereits einen Preis gewonnen hatte.
Ein herzlicher Dank geht an den Spartenleiter Mike Schlüter und sein Team für eine perfekte Vorbereitung und Durchführung des Turniers, für die kleinen Aufmerksamkeiten, das kostenlose Buffet und die elegant gewählten Pokale.
Hervorragend war auch wieder die Arbeit unseres Schiedsrichters Wolfgang Krüger, der keine Streitfälle schlichten musste und freundlicherweise nach jeder Runde die Partien erfasste, mit den Spielerinnen und später auch noch mit chessbase analysierte und uns mit frisch gedruckten Bulletins versorgte.
Hiermit möchte ich auch ein besonderes Dankeschön an die Schachzeitung richten, die das Turnier mit Preisen (Bücher und Jahresabonnement) unterstützte.
Den Preis für die beste Partie erhielt Teodora; ich gehe davon aus, dass sie ihren Eltern mit der Flasche Wein eine kleine Freude bereitet hat.
Die schicken Glaspokale gingen an:
Schleswig-Holstein Hamburg
1. Anke Freter 1. Jade Schmidt
2. Britta Leib 2. Teodora Rogozenco
3. Amina Leib 3. Victoria Naipal
Beste DWZ U 1400: Birgit Wulf
Endstand:
Teilnehmer TWZ Verein Land S R V Punkte Buchh SoB
1. WFM Schmidt,Jade 2103 Hamburger SK von 1830 HH 4 1 0 4.5 11.5 11.00
2. Freter,Anke 1893 SK Norderstedt von 1975 SH 3 1 1 3.5 13.0 8.25
3. Leib,Britta 1941 SV Holstein Quickborn SH 3 1 1 3.5 12.5 7.25
4. Rogozenco,Teodora 1877 Hamburger SK von 1830 HH 3 0 2 3.0 13.0 7.50
5. Wulf,Birgit 1366 Post SV Ludwigslust MV 2 2 1 3.0 10.0 5.25
6. WFM Naipal,Victoria 1809 Hamburger SK von 1830 HH 2 1 2 2.5 13.0 6.00
7. Weinmann,Helene 1687 SV Schwalbach SL 2 1 2 2.5 10.5 2.50
8. Leib,Amina 966 SC Agon Neumünster SH 2 1 2 2.5 8.5 2.00
9. Knobel,Dagmar 1239 Bille SC von 1924 e.V. HH 1 2 2 2.0 11.0 3.25
10. Marx,Inga 1770 Verein Segeberger SF SH 1 0 2 1.0 11.5 2.50
11. Wiebke,Elfriede 1361 Verein Segeberger SF SH 1 0 4 1.0 11.0 0.50
12. Graffenberger,Marianne 1521 Hamburger SK von 1830 HH 1 0 4 1.0 10.0 0.00
Britta Leib

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